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Catch Fire

Storie von: arne, am 24.01.2019 ]

OHNE WENN UND ABER. Dass die Briten von CATCH FIRE kompromisslose Klangtüftler sind, hört man ihrem gefälligen Rock-Sound zunächst gar nicht an. „Karma Owes Me A Lifetime Of Happiness“ bietet in jeder Hinsicht mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

 
„Da dies gefühlt unser Debüt-Album ist, wollten wir es eindringlich und auffällig umsetzen“, erzählt Schlagzeuger Ash. „In der Musik geht es schließlich darum, Risiken einzugehen, und das entspricht genau unserem Naturell. Uns wäre es zu wenig, durch vorhersehbare Songs zu hetzen und nur Allgemeinplätze zusammen zu stellen. Deshalb sind wir darauf aus, interessante, persönliche und musikalisch ansprechende Lieder zu schreiben, die wir vor allem selbst genießen – natürlich verbunden mit der Hoffnung, dass auch andere Menschen eine Verbindung zu ihnen aufbauen.“

Der Titel des nominellen Zweitwerks des Quartetts aus Nottingham gibt programmatisch die Richtung für Musik und Texte vor: „Es ist ein Konzeptalbum ohne Wenn und Aber“, stellt Ash klar. „Jeder Song zielt auf das Thema Karma oder seine scheinbare Abwesenheit ab. Karma ist etwas, an das die meisten Leute glauben, weil sie viel Angst vor dem haben, was als nächstes kommt. Damit beschäftigt sich das Stück ,For Those Who Fear Death‘ explizit. Für mich ist das ein interessantes Thema, über das man reden und das man hinterfragen muss. Karma ist nichts, was man beweisen oder widerlegen kann. Gemeinhin stellt man bloß fest, dass den Menschen, die die man liebt, schlimme Dinge widerfahren.“

Das mit „Karma Owes Me A Lifetime Of Happiness“ formulierte Fazit ist da naheliegend. Mit der Umsetzung des Elf-Trackers haben CATCH FIRE ihre Geschicke selbst in die Hand genommen:


„An diesem Album haben wir fast ein ganzes Jahr gearbeitet“, so der Schlagzeuger. „Anfangs war nicht sicher, was es werden würde. Da wir am Ende vollends zufrieden sein wollten, haben wir uns viel Zeit gelassen und mehr als einhundert Demos geschrieben. Deshalb hört man nun viele neue Sounds und Ansätze. Wir sind die Art von Band, die viel Liebe auf die Details verwendet. Wir streben danach, unsere Instrumentierung interessant anzulegen, ohne es damit zu übertreiben. Miles, unser Sänger, erfindet gerne Akkorde, um die herum wir mit Timings und Rhythmen experimentieren. Lyrisch gesehen ist es uns ebenfalls wichtig, kreativ und ehrlich zu sein. Warum sollte ich mich auch zurück halten?“

Im Laufe der Jahre hat es bereits einige Line-Up-Wechsel gegeben, doch die Chemie und Dynamik innerhalb der Band ist stärker denn je, wovon CATCH FIRE profitieren: „Wir alle sind Musik- und Instrumenten-Nerds und schreiben die Songs, die der Welt unserer Meinung nach fehlen“, freut sich Ash. „Es fällt mir jedoch schwer, einzuordnen, wie wir klingen. Den Sound unserer Anfangstage haben wir nicht hinter uns gelassen, denn wir sind nach wie vor an dieser Art von Musik interessiert. Doch natürlich sind wir inzwischen älter und noch mehr mit unseren Songs beschäftigt. Einige der Stücke des Albums könnte man noch als Pop-Punk bezeichnen. In den meisten Fällen ist es aber mehr als das, da unsere Songs heute reifer angelegt sind.“

 
 Links:
  www.facebook.com/CatchFireUK
 
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