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Black Tusk

Storie von: arne, am 12.09.2018 ]

Das sechste Album von BLACK TUSK verbreitet einen rabiaten, jähen Eindruck. Die Stücke von „TCBT“ transportieren viel Wut und Frustration. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Musiker aus Savannah, Georgia den Unfalltod ihres früheren Bassisten verarbeiten. Im roh adressierten Mix aus Sludge, Southern/Hard Rock, Heavy Metal, Noise und Punk dominieren dieses Mal direkte, ruppige Sounds mit punkigem Fokus.

 
„BLACK TUSK definiert seit über einem Jahrzehnt wer wir sind und was wir tun,“ erzählt Sänger/Gitarrist Andrew Fidler. „So sehr uns Athon‘s Unfalltod mitgenommen hat, stand es niemals zur Debatte, mit BLACK TUSK nicht weiter zu machen. BLACK TUSK ist längst ein eigenständiges Individuum. Wir sind nur ein Teil davon. So, wie auch Athon auf ewig ein Teil davon sein wird. In den zehn Jahren hat sich viel geändert, was zu berücksichtigen ist. Inzwischen haben wir Familien, Häuser und kleine Firmen. Heute wissen wir, worauf wir uns einlassen. Am Anfang hat es noch doppelt so viel Kraft und Opfer gekostet, um diese Band auf das bescheidene Niveau zu bringen, auf dem sie nun steht.“

Der Frontmann führt aus, dass das Trio anfangs viel sorgloser agiert und viel gefeiert hat: „Acht Monate im Jahr unterwegs zu sein und Shows ohne Gage zu spielen, hat uns nicht gestört. Heute müssen wir unsere Kräfte einteilen und bewusster kalkulieren. Denn das, was wir tun, betrifft mehr Menschen als nur uns selbst. BLACK TUSK ist unsere Karriere, mit der wir versuchen, unsere Familien und Leben zu finanzieren. Zum Glück haben wir verständnisvolle Partner zu Hause, die ebenfalls Opfer bringen, um all dies zu ermöglichen.“ Stilistisch setzen die Musiker weiterhin auf ihren eingeführten Heavy-Mix, der auf „TCBT“ neuerlich dicht und kratzig umgesetzt wird: „Bei uns ist nicht alles Zufall und Bauchgefühl. Manchmal gibt es tatsächlich auch Vorüberlegungen, die wir dann umsetzen,“ stellt Andrew Fidler klar. „Aber ja, in den meisten Fällen entstehen die Songs in gemeinsamer Arbeit im Proberaum. Unsere Lieder sind definitiv aus dem Bauch heraus geschrieben. Mit Corey spielen wir nun schon mehr als zwei Jahre zusammen und er mit uns. Also haben wir uns aufeinander


eingestellt. Dieses Album sollte ein Punker mit einem aggressiven Sound werden. Sobald das gesprochene Vorwort verstummt, geben wir Gas und lassen bis zum Ende nicht wieder nach.“

Das frühere Kylesa-Mitglied Corey Barhorst ist der neue Bassist des Dreiergespanns und trägt seinen Teil dazu bei, dass sich der musikalische Eindruck verändert präsentiert: „BLACK TUSK wird sich immer weiterentwickeln,“ hofft der Frontmann. „Es gibt nicht viele Bands, die genauso etwas spielen wie wir. Für mich stehen wir für uns selbst. Mit der neuen Platte haben wir das Rad sicherlich nicht neu erfunden, doch wir haben etwas umgesetzt, das sich von unseren früheren Alben unterscheidet. Wir würden gerne glauben, dass jede Platte, die wir veröffentlichen, anders ist als die vorhergehende, während wir gleichzeitig die Sounds und Stile beibehalten, die uns als BLACK TUSK auszeichnen. Doch natürlich wollen wir nicht immer wieder dasselbe Album abliefern. Deshalb startet das Songwriting jeweils damit, dass wir Riffs suchen und ausprobieren, die sich von denen der letzten Platte absetzen.“

Die Vorgehensweise des Trios ist dabei klassisch, denn die Musiker kennen es nicht anders: „Als wir gestartet sind, gab es weder das Internet noch die digitalen Hilfsmittel, die das Leben für viele Künstler heute so einfach machen. Wir haben hart gearbeitet, um diese Band zum Laufen zu bekommen. In gewisser Weise sind wir Dinosaurier, die sich irgendwann einer neuen Weltordnung gegenüber sahen. Ausgestorben sind wir allerdings nicht. Für mich bewahren wir das Erbe der Heavy-Szene, wie wir sie einst kennen gelernt haben. Gleichwohl sind wir auf die ganzen neuen Bands gespannt und hoffen, dass wir noch viele Jahre als BLACK TUSK spielen und touren werden.“

 
 Links:
  www.facebook.com/BlackTusk
 
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