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Mayday Parade

Storie von: arne, am 20.06.2018 ]

Der Name MAYDAY PARADE steht synonym mit eingängiger Musik zwischen gefühlsbetontem Rock und poppig adressiertem Punk. Das sechste Album „Sunnyland“ ist dafür nur der neueste Beweis. Gleichsam schöne wie griffige Hooklines, Melodien und Refrains ziehen sich durch alle Songs, die stilecht mit zwingendem Ohrwurm-Faktor ausgearbeitet sind.

 
Schon vor Erscheinen des neuen Longplayers tourt die Band durch das UK und kann vor Ort erstes Feedback einfahren: „Gestern haben wir einen ausverkauften In-Store Gig gespielt, der ein voller Erfolg gewesen ist,“ freut sich Bassist Jeremy Lenzo. „Morgen werden wir in Newcastle sein und dann am Tag drauf beim Download Festival. Ich bin sehr gespannt, zu erfahren, wie die neuen Songs bei einem großen Publikum ankommen. Bis jetzt war das Feedback ausnahmslos positiv.“ Den Kern ihres Sounds hat die Band aus Florida bereits zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere definiert. Seither entwickeln die Musiker ihren Stil verständnisvoll und umsichtig weiter. An der zugrunde liegenden Einstellung hat sich dabei nichts geändert, wie Jeremy ausführt:

„Nach der Gründung von MAYDAY PARADE wollten wir als Band gesehen werden, die auf der Bühne eine animierende Energie entwickelt, die gute Harmonien spielt und den Sound ihrer Alben ohne Verwendung von Samples auch live wiedergeben kann. Diesem Anspruch halten wir bis heute die Treue. Unsere Absichten sind 13 Jahre später immer noch dieselben wie zu Beginn. Auch jetzt noch wollen wir als Band wahrgenommen werden, die eine gute Rock-Show in ihrer reinsten Form bietet.“ Dem intensiven Wettbewerbsumfeld, das in den USA gerade im Feld zwischen Emo-Rock und Pop-Punk gnadenlos ist, treten die Musiker zuversichtlich entgegen: „Natürlich fällt es keiner Band leicht, sich nachhaltig zu positionieren,“ gibt der Bassist zu. „Es ist definitiv schwer, gefragt zu bleiben und Relevanz nachzuweisen. Jeden Tag treten zahllose neue, jüngere Bands auf den Plan. Das Bewusstsein darum ist es wohl, was uns antreibt und so hart arbeiten lässt. Wir sind in all den Jahren hungrig geblieben und tun alles dafür, nicht in Vergessenheit zu geraten. Was das Touren anbelangt, versuchen wir, so viel wie möglich unterwegs zu sein. Zudem halten wir unsere Social Media-Profile aktuell, damit es für unsere Fans immer etwas Neues zu entdecken gibt.“

MAYDAY PARADE stellen sich den „Erfordernissen“ des Internet-Zeitalters. Ihr Sound, so frisch er auch klingen mag, stammt trotzdem aus einer anderen Zeit: „Wir sind mit 1990er Jahre Rock-Bands wie Smashing Pumpkins oder Stone Temple Pilots aufgewachsen,“ erinnert sich Jeremy. „Erst zu der Zeit, als wir die Highschool besuchten, begann sich der Pop-Rock auszubreiten und hat auch uns begeistert. Das war etwas Neues, zu dem wir uns alle hingezogen fühlten. Als wir die Band gründeten, wollten wir eing


ängige Pop-Rock-Songs schreiben, weil das zu diesem Zeitpunkt das Größte überhaupt war. Gleichzeitig ist uns aber auch die härtere Rock-Instrumentation wichtig, die wir in unserer Kindheit ebenfalls lieben gelernt haben.“ Wie seine Vorgänger profitiert auch „Sunnyland“ davon, dass jedes Mitglied der Florida-Kombo in den Kreativ-Prozess eingebunden ist:

„Jeder von uns schreibt individuell für sich Stücke und jeder von uns hat seinen eigenen Stil,“ bestätigt der Bassist. „Gewöhnlich schreiben wir Songs, die auf wahren Geschehnissen basieren. Entweder haben wir selbst oder uns nahe stehende Personen sie erlebt. Wir greifen Begebenheiten auf, mit denen sich andere identifizieren können, schließlich wollen wir so viele Menschen wie möglich erreichen. Am Ende haben wir stets die Qual der Wahl. Dieses Mal gab es mehr als 80 Songs, so dass es eine ganze Weile dauerte, bis wir uns auf die 13 festgelegt hatten, die nun das Album bilden.“

Es grenzt fast an ein Wunder, dass es sogar einen thematischen Faden gibt: „Sunnyland“ beschäftigt sich zu großen Teilen mit Unschuld bzw. dem Verlust der Unschuld,“ ordnet Jeremy ein. „Thematisiert wird aber auch die Einsicht, dass Veränderung ein elementarer Teil des Lebens ist. Den Titel haben wir von einem verlassenen Krankenhaus entliehen, das wir in unserer Jugend erkundet haben. Vom Einbruch der Dunkelheit an bis in die frühen Morgenstunden sind wir darin herumgelaufen und erinnern uns bis heute gerne daran. Das Gebäude existiert längst nicht mehr und wurde abgerissen, um Platz für neue Wohnhäuser zu schaffen. Doch für alle Kinder in unserer Nachbarschaft war es gewissermaßen Pflicht, sich wenigstens einmal in das leer stehende Gebäude einzuschleichen.“ Die Mitglieder von MAYDAY PARADE teilen gemeinsame Erinnerungen und sind vollends aufeinander eingespielt:

„Wir spielen seit mehr als einem Jahrzehnt zusammen und wissen, wie wir uns synchronisieren können. Bezüglich der Arbeit am neuen Album erinnere ich mich nicht unbedingt an spezifische Details. Doch in mir herrscht die Gewissheit vor, dass es viel Spaß gemacht hat und erfüllend war, an diesen Songs zu arbeiten. Ich habe schon verraten, dass es am Ende mehr als 80 Songs gewesen sind unter denen wir uns entscheiden mussten. Einige von ihnen waren untypisch für MAYDAY PARADE, doch gerade das macht im Arbeitsprozess den Reiz aus. Wenn uns etwas einfällt, von dem wir denken, es könnte spannend sein, versuchen wir es und schauen, wohin uns das führt.“

 
 Links:
  facebook.com/maydayparade
 
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