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Through The Eyes Of The Dead

Storie von: arne, am 26.11.2017 ]

ERINNERT EUCH! Das Interesse an der Deathcore-Sparte hat zuletzt nachgelassen. Selbst einstige Spielart-Katalysatoren haben sich in den weiter gefassten Extrem-Metal entwickelt. Die Szene bietet aber immer noch inspirierte, spannende Gruppen, die zu überraschen wissen und frische Akzente setzen. So, wie es THROUGH THE EYES OF THE DEAD tun. Das Quintett meldet sich nach einer siebenjährigen Kreativpause mit „Disomus“ eindrucksvoll zurück.

 
„Für uns ist es ganz klar das vierte Album und kein zweites Debüt,“ stellt Gitarrist Justin Longshore klar. „Es ist fast in derselben Besetzung wie „Skepsis“ entstanden. Mit Steven Funderburk von WRETCHED ist einzig ein neuer Gitarrist zu uns gestoßen, doch seine Mitwirkung zahlt sich aus. Ihm verdanken wir einige der besten Soli, die es von uns je zu hören gab.“ Mit Blick auf das in der Vergangenheit unstete Line-Up freut sich das einzig verbliebene Gründungsmitglied über die ungewohnte Konstanz:

„Ich habe die Band 2003 gegründet und schreibe immer noch den größten Teil der Musik. Jake, unser Bassist, ist seit 2005 dabei und unterstützt mich dabei. Dies ist aber tatsächlich erst unsere zweite Platte hintereinander mit demselben Sänger und Schlagzeuger. Das gab es noch nie. Zum Glück finden alle die nötige Zeit. Da THROUGH THE EYES OF THE DEAD keine Vollzeit-Band mehr sind, haben einige weitere Projekte. Unser Schlagzeuger Mike ist Teil von CIRCUIT OF SUNS. Danny singt auch bei ROMAN RING.“ Nicht nur aufgrund der Doppelbelastungen gestaltete sich die Umsetzung von „Disomus“ herausfordernd: „Das Schwierige war die Koordination der Aufnahmen, da alle in einem anderen Studio eingespielt haben,“ erzählt Justin. „Da wir über die USA verstreut leben, haben wir das Material anhand von Dateien ausgetauscht und so das Songwriting vorangetrieben. Änderungen haben wir basierend


auf E-Mail-Feedback vorgenommen. Glücklicherweise hat uns die siebenjährige Pause wiederbelebt. Die Ideen flossen nur so aus uns heraus. Wir haben uns gegenseitig gepusht, obwohl wir nicht einmal in einem Raum waren.“

Da wohl kaum jemand mehr mit dem Quintett aus Florence gerechnet hat, konnten die Musiker in aller Stille an ihrem Comeback arbeiten: „Wir haben viel Zeit auf das Songwriting verwendet und lange an den Strukturen gefeilt,“ so der Gitarrist. „Unerfahrene Bands sind häufig nur damit beschäftigt, gute Parts abzuliefern, vergessen darüber aber den Song an sich. Das ist in unserer Vergangenheit nicht anders gewesen. Heute erschaffen wir innerhalb der Stücke viele verschiedene Stimmungen und Kontraste. Das Album als Ganzes besitzt die Brutalität, für die wir bekannt sind, erfährt durch die Überleitungen und Zwischen-Parts aber auch eine besondere Eigendynamik und Reife.“

Die harte Arbeit hat sich gelohnt: „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass man nach einer solch langen Auszeit stark und relevant zurückkehrt. Ich bin davon überzeugt, dass wir etwas vorzuweisen haben, denn unsere Musikalität ist nach wie vor einzigartig.“ Das stimmt in der Tat und ist der Grund, weshalb man THROUGH THE EYES OF THE DEAD über all die Jahre im Gedächtnis behalten hat und sich nun bereitwillig mit „Disomus“ beschäftigt.

 
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