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Sworn In

Storie von: arne, am 12.07.2017 ]

RECHT FREUNDLICH BITTE. Beim Hören von „All Smiles“ wird einem angst und bange. SWORN IN betreiben auf ihrem Drittwerk eine ungefilterte, schonungslose Frustverarbeitung. Aufgrund des dichten, komplexen Mixes aus MetalCore, Deathcore und Emo/Screamo wirkt das Spiel des Quartetts aus Illinois allein destruktiv und rigoros.

 
„Bezüglich SWORN IN kann ich sagen, dass wir verrückte Typen sind, deren Musik unsere Charaktere widerspiegelt,“ so Frontmann Tyler Dennen. „Die boshafte, heftige Seite repräsentiert aber nur die eine Hälfte unserer Persönlichkeiten. Daneben ist alles möglich, so dass sich Hörer auf Überraschungen gefasst machen müssen. Wir sind nicht so leicht zu kategorisieren. Unsere Veröffentlichungen sind durch kontinuierliche Veränderungen gekennzeichnet. Man kann uns weder an einem einzelnen Stück noch einem Album messen. Seit unserem ersten Song versuchen wir, die Eindrücke unseres Erwachsenwerdens zu verarbeiten. Auf „All Smiles“ bringen wir all das zusammen, was wir bereits getan haben, betrachten das Resultat allerdings durch die heutige Brille, durch die die Dinge anders aussehen. Schließlich sind wir heute nicht mehr dieselben wir zu Beginn unseres Weges.“

Die kurze Zusammenfassung zum eigenen Schaffen deckt sich mit der Wahrnehmung auf Hörerseite: „SWORN IN klingt für mich wie die Verkörperung all dessen, was mit in meinem Leben schwer fällt,“ formuliert es Tyler. „Unser Sound war und ist der Ausdruck der negativen Seite des Lebens.“ Dem dritten Longplayer kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: „„All Smiles“ ist für uns die Platte, die uns alles bedeutet,“ holt der Shouter aus. „Unser Anspruch war es, das ultimative SWORN IN-Album


zu erschaffen. Unser düsterer Sound klingt noch dunkler und reicht unglaublich tief hinab. Wenn unser Debüt „The Death Card“ nach Verwirrung, Wut und Panik klingt, ist hinsichtlich „All Smiles“ von einer Platte der Erkenntnis zu sprechen, auf der wir uns mit allen Widrigkeiten auseinander zu setzen wissen. Natürlich hört man weiterhin viel Aggression und Ohnmacht, doch diese werden bewusster und reflektierter dargeboten. Deshalb steht das Album im Ergebnis für sich selbst. Das meine ich mit ultimativ.“

Das bedeutet auch für Tyler Dennen selbst, sich weiter als bisher mit seiner Psyche zu beschäftigen: „Die Songs stellen auf schmerzhafte Art und Weise heraus, wer und was ich bin, wobei ich vor allem die dunkle Seite meiner Persönlichkeit offenbare. Einige Jahre lang habe ich diese Seite negiert und ignoriert, doch das tue ich nicht länger. Störungen des emotionalen Erlebens, Manipulationen, Masochismus oder De-Personalisierung gehören für viele Menschen zum Alltag. Es bringt nichts, so etwas zu verschweigen oder zu unterdrücken. Man muss sich damit auseinander setzen, und das tue ich. Die Kunst des Lächelns ist dabei das zentrale Thema des Albums. Einige Stücke beschäftigen sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie wir bewusst oder unterbewusst lächeln und damit Emotionen ausdrücken oder manipulative Ziele verfolgen.“

 
 Links:
  facebook.com/swornin
 
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